Es geht wieder los! Nach über einem Jahr werde ich mich wieder auf eine größere Reise begeben. In meinem Sommersemesterferien habe ich mir vorgenommen, das Land des Fußball Welt- und Europameisters, des Flamencos, der heißen Sommer und des Stierkampfes ein wenig näher kennen zu lernen.
Eine Zugfahrt, die ist lustig, eine Zugfahrt, die ist schön!Und weil sie so schön ist, reize ich sie mal wieder etwas länger aus. 11 Stunden lang tourte ich von Bern über Genf, Lyon und Montpeiller, durch die Schweiz und Frankreich, bis nach Barcelona. Dort betrat ich zum ersten Mal spanischen Boden und stellte fest, dass es ca. 15°C wärmer als in der Schweiz war – ich habe erfolgreich den Sommer eingeholt!
Andorra ist ein Land, welches viele Menschen wahrscheinlich nur von der Frage kennen „Was ist eigentlich Andorra?“ Es ist ein so genannter Zwergstaat, ein kleines Prinzipat mitten in den Pyrenäen zwischen Frankreich und Spanien. Die gut 80.000 Einwohner sprechen Katalanisch, eine dem spanischen sehr nahe Sprache in Katalonien.
Nach meinem dreitätigen Ausflug nach Andorra stand nun wieder Spanien auf dem Programm. Wobei das im Baskenland auch nicht überall gern gehört wird, denn separatistische Bewegungen sind in keinem Teil Spaniens so stark verbreitet wie im Baskenland – und das aus gutem Grund: Die Region hat eine eigene Sprache (Baskisch), die als älteste Europas gilt und schon weit vor dem Römischen Reich und der lateinischen bzw. später spanischen Sprache Verbreitung fand. Kulturell hat das Baskenland auch vieles eigen, politisch agieren hier eigene Parteien. Alles ein bisschen wie in Québec in Kanada – nur mit dem Unterschied, dass das Baskenland nicht vor Terror gegenüber Spanien zurückschreckt. Die Terrororganisation ETA wird aber nur von 10-15% der Bevölkerung unterstützt, der Rest gibt sich mehr oder weniger glücklich mit dem status quo zufrieden.