
Aufgestanden sind wir um 7:00 Uhr, sofort packten wir unsere 7 Sachen, banden alles am Fahrrad fest und machten uns schon fertig, da es erst um 8 Frühstück gab. Dieses schaufelten wir uns rein, und um 8:15 machten wir uns dann auf den Weg nach Augsburg. Unsere Route hatte ich schon zu Hause fertig gestellt, am Abend zuvor haben wir sie nur nochmal abgecheckt und die Orte, durch die unser Weg führt, auf einen kleinen Zettel geschrieben, sodass wir nicht andauernd auf der Karte gucken müssen. Die Taktik sollte sich über die gesamte Tour etablieren.
7:30 Uhr aufstehen, 8:30 Uhr in der Bundeswehr-Sportkaserne frühstücken, um 9:15 Uhr folgten noch einige Umbauarbeiten am Rennrad und dann ging's los auf die 2. Etappe. Ziel: unbekannt...
7:00 Uhr aufstehen, 7:45 Uhr lecker Frühstück im Hotel und dann gegen 8:30 Uhr der erste verzweifelte Versuch, noch vor den angesagten Regenschauern aus Neumarkt los zu kommen. Gegen halb 9 bin ich also nochmal "schnell" zum Herrn Wittmann gegangen, damit er mir meinen nicht 100%ig vollen Reifen richtig auf 8 bar vollpumpt. Er kam schon mit so einem seltsamen Schlauch an, von dem ich niemals dachte, dass man damit ein Fahrrad aufpumpen könnte. Schlussendlich konnte man damit auch niemals einen Fahrradreifen aufpumpen - Resultat war ein komplett leerer Reifen. Auch das noch...
Und die Befürchtung machte sich wahr, wir standen tatsächlich 6:30 Uhr auf, frühstückten um 7 und saßen pünktlich um 8:00 Uhr auf dem Fahrrad. Ein Morgen ohne jegliche Komplikationen, sowas hatten wir selten, und somit konnten wir gut gelaunt den 4. Tag angehen. Wir entschieden uns noch am Frühstückstisch, doch durch Tschechien zu fahren.
Der Morgen begann mit einem kleinen Missverständnis: Philipp fragte mich, wie spät es sei. Ich schaute auf die Uhr und sagte: 7:40 Uhr - Zeit zum Aufstehen (wir hatten zum ersten Mal keinen Wecker gestellt, weil wir theoretisch ausschlafen wollten). Während er im Badezimmer war, schaute ich mir meine Uhr genauer an, denn es war die Sport-Uhr von meinem Vater, ich hatte sie in der Woche zum ersten Mal um. Und über der Uhrzeit 7:40 Uhr stand ein "T2". Ich wunderte mich, und stellte fest, dass die T2 die Zweitzeit, für andere Zeitzonen, darstellte. Beim rumstellen an der Uhr stellte sich heraus: in Wirklichkeit war es 6:40 Uhr... na toll, das zum Thema Ausschlafen!
An dem Tag brauchten wir etwas länger als sonst, wir waren ziemlich im Eimer von der Höllentour am Vortag. Um 8:00 Uhr waren wir am Chemnitzer Marktplatz-Bäcker frühstücken, aber so richtig gut ging es uns an diesem letzten Tour-Morgen nicht. Wir entschieden uns also endgültig, die Tour am 5. Tag mit einer 200-Kilometer-Strecke bis Spremberg nach Hause abzuschließen.