Im Wintersemester 2010/2011 besuchte ich ein Werkmodul der Mediengestalter: "WebApps - Grundlagen der Internetseitengestaltung". Ziel der Veranstaltung war es, die Studenten näher an den Stand der Technik im Bereich Internet und Gestaltung von eigenen Auftritten zu bringen. Begleitend zum Kurs hatten wir die Aufgabe, selbst ein Projekt im Bereich Internet zu wählen und zu realisieren.
Die Idee zu diesem Produkt entstand im Unterricht des Geschichte Leistungskurses in den Abiturjahren 2005-2008 und verfestigte sich in den ersten beiden Semestern meines Studiums der Medieninformatik an der Bauhaus-Universität in Weimar immer mehr.
Ziel ist es, ein universelles Programm zu erstellen, welches jede historische Karte im schulischen Geschichtsunterricht ersetzen soll. Es soll der Lehrkraft und der oder dem Lernenden gleichermaßen ermöglicht werden, zu einem beliebigen Zeitraum und an einem beliebigen Ort geschichtliche Prozesse visualisiert nachvollziehen zu können und die wichtigsten Ereignisse inklusive historischer Dokumente strukturiert angezeigt zu bekommen.
Der Traum eines jeden Kleinstadt-Schülers nach dem Abitur: eine große Stadt, eine große Uni, viele Studenten, viele Feiern, viele Möglichkeiten! Berlin, Hamburg, München, Dresden warten auf euch! Leider wird für manche dieser Traum zum Albtraum: Überfüllte Hörsäle, eine Stunde von der Wohnung bis in die Uni mit Bus und Straßenbahn, Veranstaltungen in der ganzen Stadt verteilt, keinen persönlichen Kontakt zu Dozenten oder Übungsleitern, stundenlanges Anstehen vor dem Bafög-Büro oder in der Mensa.
Der mir vorliegende Aufsatz „Der Rundfunk als Kommunikationsapparat“ von Bertolt Brecht ist ein Auszug aus seinen „Gesammelten Schriften Bd. 18, Frankfurt a.M. 1967“ (S. 117 – 134), wurde vom Autor im Jahre 1932 verfasst und setzt sich mit dem in der Weimarer Republik frisch aufgekommenen Rundfunk und seiner Funktion für die Gesellschaft auseinander.
Dabei verwendet Brecht im viertem Absatz den Begriff „Distribution“ erstmals: „[Der Rundfunk] ist ein reiner Distributionsapparat, er teilt lediglich zu“. Er verwendet also den eingangs erwähnten Begriff im Zusammenhang mit einer Rolle als einseitiger Verteiler. Diese Definition unterstützt der Duden, der „Distribution“ (lat. „distributio“, übersetzt „Verteilung“) als „Verteilung oder Vertrieb von Handelsgütern“ beschreibt.
Zu Weimar fällt dem kultur-bewussten Deutschen sehr viel ein. Goethe und Schiller sind die ersten. Bach, Liszt, Herder, Wieland, Gropius, van der Velde sind den meisten auch noch ein Begriff, und so verwundert vor allem, dass es viele berühmte Menschen schon in Weimar aktiv waren. Warum? Diese Stadt hat ein besondere nicht zu erklärende Atmosphäre. Begünstigst wird dies durch die Lage im Herzen Deutschlands, von allen Seiten gut erreichbar, zwischen den Thüringer Metropolen Erfurt und Jena gelegen, genießen die knapp 45.000 Einwohner ein reichhaltiges Kleinstadtleben.
Read more: Weimar - Kulturhauptstadt im Grünen Herzen Deutschlands